Biographie - Reinhard P. Gruber
Reinhard P. Gruber, geboren 1947 in Fohnsdorf, Steiermark.
Zwischen 1966 und 1973 absolvierte er ein Studium der Theologie und Philosophie an der Universität Wien. 1974 – 1977 Kulturredakteur bei einer Tageszeitung in Graz. Seit 1978 freier Schriftsteller in Stainz, Weststeiermark.
Reinhard P. Gruber ist der meistgelesenste lebende Autor der Steiermark. Schon für sein unbekannt gebliebenes Erstlingswerk „Alles über Windmühlen„ (1971) schrieb ihm H.C. Artmann ein Vorwort, es erschien in Dudweiler im Saarland.
Aber bereits sein zweites Werk, „Aus dem Leben Hödlmosers„ (1973) brachte den Durchbruch, es erscheint heute in der 15. Auflage, und es gibt kaum einen lesenden Menschen in Österreich, der diesen „steirischen Klassiker„ nicht in sein Herz geschlossen hätte. In Wien, Laibach, Graz und Salzburg waren bereits verschiedene Dramatisierungen des Romans auf Bühnen zu sehen. Der „steirische herbst„ brachte vor einigen Jahren sogar eine Vertonung des Hödlmoser als „steirische Kantate„ für A Capella Chor heraus.
1979 erschien sein Roman „Im Namen des Vaters„, in dem er sich ironisch mit der Form des Entwicklungsromans auseinandersetzte, 1980 „heimwärts einwärts„, eine Kurzprosa-Sammlung, 1982 der Anti-Roman „Die grüne Madonna„, 1987 „Vom Dach der Welt – Schicksalsnovelle„. Ein durchschlagender Erfolg wurde auch sein Buch „Das Schilcher ABC„ (1988), in dem er sich in der für ihn typischen ironischen Art mit den Bewohnern der Weststeiermark und ihrem Wein, dem Schilcher, auseinandersetzte. (Das führte 1997 dazu, daß ihn der Tourismusverband Weststeiermark einlud, einen Werbeprospekt für seine Wahlheimat zu gestalten, der jetzt herausgekommen ist).
Für großes Aufsehen sorgte auch sein nächstes Buch, „Nie wieder Arbeit„ (1989), in dem sein Roman-Held Schivkov glühende Reden gegen die lohnabhängige Arbeit und für das Leben hält. 1991 erschien „Bei den schönsten Frauen der Welt„, wieder eine Sammlung von Kurzprosa, 1993 einer der skurrilsten Reiseberichte, „Einmal Amerika und zurück„, schließlich überraschte er 1996 mit „Fritz, das Schaf„, einem Kinderbuch, das Erwachsene auch lesen dürfen, es landete in den Belletristik-Bestsellerlisten.
Mit „Heimatlos – eine steirische Wirtshausoper in einem Rausch„ (1985) landete er einen großen Bühnenerfolg (Musik: Anton Prestele). Das Stück kam bis heute in 25 Inszenierungen heraus (vorwiegend in Deutschland, so auch in Nürnberg) und hat 1997 (am 15. Mai) in Münster Premiere. Es ist zu hoffen, daß es an die Erfolge in Hamburg, Stuttgart, München, Frankfurt etc. anschließt.
Inzwischen haben in Graz mehr als 12.000 Besucher sein Musical „Die Geierwally„ gesehen, das seit 1995 bis jetzt aufgeführt wird. Und im Oktober dieses Jahres ist ein nächstes Highlight programmiert: Das Schauspielhaus Graz bringt – mit der Musik des STS-Musikers Gerd Steinbäcker – sein neues Musical „Glück„ heraus.