MANDER, -S ISCH ZEIT
fürn erschten Asterix auf tirolarisch kloanweis übatrogn vom Mitterer
Felix
Obelix und's groasse Gschäft
Kurzbiografie
Werke
Asterix: und alle guten Dinge sind drei. Nach der Obertragung eines Asterix
Bandes ins Wienerische durch Dr. Kurt Ostbahn und ins Steirische durch Reinhard P. Gruber ist nun ein dritter Dialekt, nämlich der Tiroler,
hinzugekommen.
Für die Übersetzung konnten wir den besten und erfolgreichsten Tiroler
Schriftsteller, Felix Mitterer, gewinnen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Die Piefke-Saga", "Kein Platz für Idioten", "Kein schöner Land",
"Stigma" und viele- andere.
Wieso sich Felix Mitterer für die Übersetzung entschieden hat, begründet er
wie folgt:
" Wia sie mi gfrogt hobn, die Leit vom Valog, ob i nit den Asterix ins Tirolarische
übatrogn mecht, hun i natirlich glei zuagsogt, und zwor aus zwoa Gründ.- Erschtns bin
i olleweil an Asterix-Fän gwesn (bsundas in die 70-a Johr,- die Heftin stoaßweis aufm
Häusl), zwoatns sein jo die 7-irola mindeschtns so aufmüpfig wia die Gallier, wenn sie a
zeitweis weniga mit Lischt (und lei mit die Fäuscht), sondan mehra mit Brachialgewolt,
olso mit Sichin, Sensn und Stoanlawinen gegn die Besotza vorgongen sein."
Ein besonderes Schmankerl ist Herrn Mitterer durch die Einbindung des
Wiener Dialektes gelungen. Er läßt nämlich die Gallier tirolerisch sprechen,
die Römer reden wienerisch.
Felix Mitterer gibt dazu in der Einleitung seinen Kommentar ab:
"Im Französischn Original vom Asterix redn die Gallier und die Röma des gleiche
Französisch, und in da hochdeitschn Obasetzung redn sie des gleiche Deitsch. Hun i
ma gedenkt, wenn ma iatz schun a Dialektübasetzung mochn, warum nit die Röma
ondasch redn lossn wia die Gallier?
Weil domols, in die 50-er Johr vor
Chrischtus, wia die Röma Gallien bsetzt hobm, do
hobm die Röma natirlich Lateinisch gredt, und die Gallier Gallisch (oda wia ma
holt sogt - i bin jo koa Sprochwissnschoftla). Und nochand
hun i ma gedenkt, seil war dechtasch nit unluschtig, wenn die Röma Wianarisch
redn tatn, weit wia olle Tirola und Wiana wissn, gibts a johrhunderteolte
Hossliab zwischn Tirol und Wian. Seil isch nämlich aso, daß die
Tirola olleweil gmoant hobm, do untn im Wossakopf Wian tian sie, wia sie welln
(und lossn sichs guat giahn mit unsare Steiagelda), owa do schneiden si sich,
miar loßn si nit tian wia sie welln, oba miar tian, wia
miar welln. "
In "Obelix und's groasse Gschäft"
(hochdeutscher Titel: Obelix GmbH und CoKG")
geht es um die Geburtsstunde der Europäischen Gemeinschaft! Von einer römischen
Marketingidee beeindruckt, wird Obelix zum Großlieferanten für Hinkelsteine.
Doch Handel und Wandel haben ihren Preis. Die von Technokratus geschickt eingefädelte
Intrige trägt mit Geld und Gold dazu bei, die gallische Kampfmoral zu schwächen.
Auch Leser, die im Tirolerischen noch
etwas ungeübt sind, kommen dabei auf ihre Koste n. Ihnen liefert das Glossar,
das zu Beginn und am Ende des Bandes abgedruckt ist, einen ebenso geistreichen
wie witzigen Einstiegskurs in die Vitalität des Tiroler Dialekts.